Learning by doing – Der ERWEL

Der Emsradweg ERW ist ein Fernradweg von 375km Länge beginnend in Hövelhof in der Senne und endend in Emden, wo die Ems dann in die Nordsee fließt. 

Was wäre also, wenn man den ERW nicht mit einem Fahrrad und Muskel- oder Elektrokraft sondern per pedes erläuft oder erwandert…?

Wie lange sich diese Idee wohl schon in meinem Kopf aufhält musste ich selbst schmunzelnd erfahren, nachdem ich im Internet gesurft habe und recherchierte, ob es schon jemand vorgemacht hat. Dabei stieß ich in einem Unterpunkt eines Radforums auf einen Eintrag aus dem Jahr 2014, bei dem ein gewisser Chrissi1 genau diese Frage stellte. Spannend las ich seine Beiträge und die etwas misslungenen Antworten der Forumsteilnehmer. Und so langsam graute es mir: Chrissi1 war ich selbst :-). Verdrängt durch Antworten „warum sollte man das tun etc…“ betrat ich das Forum nicht mehr und vergaß. Das Internet vergisst allerdings nicht und so weiß ich jetzt das die Idee aus dem Jahr 2014 stammt…

Irgendwann in Frühjahr 2017 grub ich also die Idee wieder aus und plante und formte an den Basics. Große Dinge der Welt brauchen ein Schlagwort oder neudeutsch Hashtag unter dem alles vereint wird. Und so war #ERWEL17 (Ems Rad Weg Etappen Lauf 2017) geboren.

Ich experimentierte zunächst mit dem Equipment welches ich mittlerweile über die Laufjahre zusammen gesammelt hatte. Unter anderem einen 25l Deuter Bike Rucksack mit spezieller Zirkulation im Rückenteil. Gefüllt mit ca. 5kg Gewicht lief ich los. 1,8km! weiter brach ich das Experiment ab.  Ein schmerzendes und brennendes Gefühl machte sich auf den Schulterblättern breit. Der Blick im Spiegel verriet Wundstellen. Krass! Nach nicht mal 2km war mein Rücken k.o. Fein, dachte ich mir: brauche ich wohl einen neuen Rucksack. Nichts ist schöner neues Equipment zu kaufen wenn es einen wirklichen Grund dafür gibt. Später wurde ich bei Salomon mit dem Peak 20 fündig…

Nächster wichtiger Punkt war die Überlegung der Bleibe: Möglichkeit 1 ein Tarp (ein Zelt ohne Boden verspannt zwischen 2 Bäumen oder auf Trailstöcken) oder Möglichkeit 2 ein Bivy (ein wetterfester Schlafsacküberzug). Ich habe mich länger mit der Möglichkeit eines Tarps beschäftigt und in der Folge aus Neugier und Wissenshunger ein Tarp selbst genäht und darunter im Garten übernachtet. Letztlich habe ich mich aber doch aus Gewichtsgründen für ein Bivy von Millet entschieden. Als Isomatte kam nur die Thermarest Zlite in Frage. Unkaputtbar gegen Glut, Dornen etc. hat sie sich bei mir etabliert. Feintuning blieb dann bei den restlichen Sachen wie Pro/contra Kocher, Powerbank, Ersatzklamotten etc. Wer da Fragen hat, kann sich gerne melden…

Meine Ausrüstung komplett inkl. diverser Riegel und 1,5l Wasser lag dann bei 6200gr. Ob das viel oder wenig ist muss ein jeder selbst beurteilen. Leichter geht immer habe ich gelernt. Besonders leicht wird dabei das Portemonnaie.

Und dann kam endlich der Tag der Tage: der Schnupperkurs #ERWEL17 begann. Meine Frau setzte mich nachmittags in Telgte (dem nächsten Punkt der Ems zu unserem Heim) ab. Die Sonne und das Wetter konnten nicht besser sein und so war ich auf mich gestellt. Wow!!! Ich setzte mich erst einmal auf eine Bank, atmete tief durch und sammelte mich. Jetzt sollte es also losgehen! Die ersten Meter wandernd, schaltete ich irgendwann auf Laufschritt um. In Ultralauf Tempo ging es langsam stadtauswärts und ich genoss die Freiheit.

Erstes wirkliches Highlight (so ein „da wollte ich schon immer mal hin!“) war die Kanalüberführung der Ems. Unten Ems, oben drüber im rechten Winkel der Dortmund Ems Kanal. Man kann quasi unter dem Kanal herschauen und die Ems sehen, Wahnsinn dass das immer so geht, hält und funktioniert.

Gegen Abend kam ich dann 26km später in Greven an. Als Unwissender hatte ich mir zu wenig bzw. zu spät Gedanken über meine nächtliche Bleibe gemacht und mehr und mehr übermannte mich die Dunkelheit. Als ich einen tolles Plätzchen gefunden hatte stellte ich fest, das es eine Zufahrt zum örtlichen Golfplatz war. Schmuntzelnd stellte ich mir vor, wie mich morgens ein älterer Herr in Bonbon farbigen Carohosen in seinem Caddy aufgegriffen und mir mit seinem Eisen3 Schläger Beine machen würde. Hier konnte ich also auch nicht bleiben. Letztlich fand ich eine Stelle an einem Maisfeld, halbwegs Sicht geschützt. Aber! neben einem leckeren Apfelbaum. Ich baute mein Nachtlager auf und schlief bald ein. Es war eine unruhige Nacht. Bei jedem Rascheln lauschte ich und wartete darauf ob eine Wildschwein Rotte meinen Weg kreuzen würde…

Ich überlebte. Der Sonnenaufgang war toll und ich kochte mir einen Kaffee auf meinem Esbitkocher. Hmmmm. Die Edelstahltasse war so knall heiß das ich mir gleich mal die Lippen verbrannte. Jetzt war ich wach! Ich packte meine Sachen zusammen und machte mich bald auf den Weg zum erstbesten Supermarkt. Frühstück im Backshop und Getränke bunkern. Dann ging es auch endlich los.

Einen erlebnisreichen Ort erreichte dann mit dem sog. Sachsenhof. Eine Rekonstruktion eines Hofplatzes aus dem 6. – 8. Jhd n. C. mit einem unglaublichen schönen Kräuter- und Nutzpflanzgarten. Hier wächst u.a. Hirse, Linsen, Buchweizen und Emmer. Endlich konnte ich mal die Pflanzen die sehen die teilweise morgens im Müsli habe. Aus Ton gebaute Öfen, Schmiedestellen, Webhäuser uvm. rundeten das Bild ab. Toll!

Auf dem Weg zur nächsten Ort nach Emsdetten durchquerte ich eine wunderschöne zugewachsene Hügellandschaft mit vielen Kiefern. Auf einem Schild war zu lesen, das ich mich auf Binnendünen befände. Sand, die der Wind am Ende der Eiszeit vor ca 10.000 Jahren hier her gepustet hatte, hatte Dünen von bis zu 20m Höhe aufgetürmt. Warum also ans Meer fahren, wenn das Schöne ist so nah. 

In Emsdetten selbst sprach mich eine Frau an, die wohl beobachtete, wie ich etwas hilflos auf mein Telefon starrte. Sie erklärte mir, das ich gerade in Emsdetten wär (aha!) aber viel wichtiger, wo der nächste Supermarkt zum Wasser auffüllen wäre. Sehr freundlich von ihr.

Den Emsradweg Organisatoren muss ich hier einmal ein großes Kompliment machen. Toll ausgeschildert mit einem ineinander verschachtelten „E“ kann man sich auf dem Emsradweg auch quasi ohne Karte oder Navi nicht verlaufen. Ich schon! In Träumer Modus hatte ich eine Abbiegung verpasst und war vom Weg abgekommen. Zum Glück gibt es die Karte in Offline Modus als App fürs Handy. Diese hatte ich mir schon vorab runter geladen und konnte den nächsten Wiedereinstieg finden. 

Ich hatte mir in meiner Fantasie ausgemalt, wie ich an der Ems entlang laufe und immer wieder den Fluss sehe. In der Realität ist das (zumindest auf meinem Teilstück) eher weniger der Fall. Man läuft vielfach landwirtschaftliche Wege gesäumt von hoch stehendem Mais und tollen westfälischen Höfen. 

Auf dem Weg nach Rheine fing es dann an zu regnen. Ich schlug mich in einen Wald, schaltete das Handy vom stromsparenden Flugmodus in den normalen Betrieb und schaute in einer Wetter App. 30min. sollte es dauern. Ich setzte mich auf meinen Isomatte und kochte mir einen Tee. Der Becher war heiß, das wusste ich jetzt und so stand der Becher Tee vor mir und kühlte erst mal wieder ab. Tee kochen und dann nicht trinken – kann ich. Und auch über die linke Wade kippen. Autschi…

Ich juckelte weiter. Mal laufend mal marschierend kam ich Reine immer näher. Dort angekommen kaufte ich neues Wasser im DM und zwei ca. 12 Jahre  alte Jungs beobachteten mich, wie ich aus allen möglichen Rucksacköffnungen Flaschen rausholte, umfüllte und mischte. Dann gab es Eis. Eis kann nie schaden, NIE!

Mein Wunschziel innerhalb dieses „Ausflugs“ war es die niedersächsische Landesgrenze zu erreichen. Als Zielpunkt setzte ich mir also Salzbergen. Weitere 11km Strecke, würde ich also heute die 50km voll machen… Etwas schlecht in Gänge kommend kam ich an der Klosteranlage Bentlage vorbei. Ich stellte mir vor wie dicke Mönche mir bemitleidenswerten Rastlosen ein Mahl mit Klößen und Braten reichen würden. Ich wartete. Und wartete. Aber nichts. Es kam weder Mönch noch Braten. Statt dessen die Information dass das Kloster ein Kulturportal sei. Mist!!

Auf dem Weg nach Salzbergen haben die findigen Gastronomen immer wieder Schilder aufgestellt: „Hunger? Noch 5,6km bis in unsere gemütliche Altstadt.“ Oder „Lust auf Kuchen? Noch 4,2km bis in unsere gemütliche Altstadt“. Das ist eine Frechheit. Wenn man den ganzen Tag von energiereichen Riegel und Iso Getränken lebt ist das Folter pur…

2,7km vor Salzbergen fand ich eine gemauerte Schutzhütte die mein Nachtlager sein sollte. Ich merkte mir die Stelle genau, hier könnte ich bleiben… Weiter Richtung Ortskern kam ich an einem Sole-Pumpenhäuschen vorbei – daher hat Salzbergen wohl seinen Namen. 

Als ich endlich den Ortskern Salzbergen erreichte drückte ich gegen 16:30 Uhr meine Uhr ab; 54km mit 6kg Gepäck. Ich gratulierte mir und suchte mir eine Gastronomie mit Außeneinheit aus um schwer verschwitzt zu rasten. Bei einer großen Spezi und einem kühlen Alster kam die Müdigkeit. Irgendwie war die Luft raus. Ich hatte mein Ziel erreicht! Ich genoss meine Pause und überlegte lange, wo ich denn die nächste Nacht bleiben sollte. Schlussendlich ging ich den direkten Weg zur Schutzhütte zurück und saß da nun rum. Und genau hier wurde mir bewusst, das die Idee einen Emsradweg zu erlaufen keinen Sinn ergibt. Entweder läuft man ca. 4-5h pro Etappe und langweilt sich die restlichen 8h des Tages herum (natürlich kann man sich etwas ansehen oder bummeln, dann sind es noch 6h zur Überbrückung) oder man läuft so wie ich 7,5h, ist abends total alle und hat keine  Kraft für den nächsten Tag. Vielleicht sieht das zu zweit oder in einer Gruppe ganz anders aus, alleine ist das schon sehr speziell. Und man muss Ziele haben ähnlich wie Pilger auf dem Jacobsweg, die am Abend an einer speziellen Bleibe sein wollen. Dort angekommen sind dort andere Pilger und Unterhaltung. Essen, Duschen und Verpflegung.

Ich hatte noch gute 3h bis es dunkel sein würde und so saß ich also in einer gemauerten Schutzhütte darauf wartend das es Dunkel würde. Etwas geknirscht. 

Ich googlete ob es möglich sei, von Salzbergen mit dem Zug nach Hause zu kommen. Bingo: für 14,40 EUR käme ich noch diesen Abend nach Hause. So packte ich all mein Kram wieder zusammen und machte mich auf zum Bahnhof. Müde vom Tag, müde eine andere Bleibe zu finden war ich mit mir im Reinen. Um 22:00 Uhr stand ich unter der besten Dusche seit langem.

Was bleibt ist die stolze Erkenntnis, mal wieder etwas in Angriff genommen zu haben; eine „spinnerte“ Idee umzusetzen und viel, sehr viel, zu lernen. Das was ich hier alles aufgesogen habe, kann ich sicher noch mal gebrauchen. Das Equipment habe ich jetzt, wenn ich eine neue Idee bekomme: ich bin dabei. Auch wenn ich mir das Finish zugegebener Weise deutlich glücklicher vorgestellt habe: 82km (26 + 54km) sind eine mega Leistung mit dem ganzen Gepäck. Ich habe tolle Sachen erlebt. 

Und ein Wort an Euch: macht mal was blödsinniges! Seit ein bisschen wie Kinder die vor der Herdplatte stehen und die Mutter sagt „es ist heiß!“. Und trotzdem ist diese Lust da, dieses Verlangen da drauf zu fassen und sich wahrscheinlichst zu verbrennen. Es ist einfach zu viel öder Alltag da draußen. Man muss ja nicht gleich nach Uganda um ein kleines Abenteuer zu erleben. Kommt und gebt eurem Leben einen Spritzer Farbe. Was habt ihr zu verlieren? Im nachhinein werdet Ihr stolz sein auf das Geleistete. So wie ich mit dem ERWEL. Es war spannend und ein bisschen aufregend!

Auf die Plätze, fertig, LEBT!!!!

Nachtrag: 20min später Twitter ich dem @trailrunnersdog: „Jetzt wo ich weiß wie es geht, kann ich jederzeit „ausbrechen“ und mir ne 24h Auszeit nehmen“. DAS IST ES WOHL!!!!!

 

Unsinn macht Sinn

Eigentlich wollte ich nur über abschlossene bzw gelaufende WKs bloggen, da ich aber gleichzeitig Chefredakteur und Finanzier bin kann, ich machen was ich will. Zumindest hier. 

Auslöser des neuen Blogeintrags war folgendes: Irgendwann im Frühjahr wollte ich mich mental etwas auf den Mt. Eveest Treppenmarathon #METM vorbereiten und überlegte mir was ich dafur tun könnte. Etwas eintöniges sollte es sein. Und so lief ich die Einfahrt (eines Restbauernhofs, wo wir zur Miete wohnen) auf und ab und nahm noch gleichzeitig die Außentreppe zur Stiege mit. So kamen Runde um Runde zusammen und auch ein paar Stufen. Das schaukelte sich dann so hoch, das entweder eine schöne Rundenzahl oder eine schöne Km Zahl zusammen kam, aber nie irgendwie etwas gleichzeitig. So brach ich dann nach 30 oder 35km ab und witzelte mit den #Allebekoppten vom #Twitterlauftreff über diesen Unsinn. Chefbekloppter Daniel @endurange rief gleichsam den „Schluppes Einfahrt Marathon“ #SCHLEM aus.

Alles war vergessen, nur der #SCHLEM nicht…

Da ich mich aktuell auf die „Kölsche Naaachschicht“, einen 75km Nachtlauf rund um Köln vorbereite, bleiben auch längere Strecken nicht aus, nach Möglichkeit unter Realzeiten. Da kam mir wieder dieser #SCHLEM in den Kopf. Ich würde etwas für die mentale Stärke tun, einen langen Lauf haben, mein Equipment testen und die Einladung zu einem Geburtstag nicht ausschlagen müssen.

So machte ich mich Pfingstsonntag abende gegen 21:00 Uhr auf den Weg. Das tolle ist, das jegliche Verpflegung und auch die Toilette greifbar sind, auch frische Anziehsachen, auch Wärmeres, in Reichweite. Das Blöde ist, das man jederzeit reingehen könnte und sich zur Gattin ins Bett legen könnte. 

Aber ich kam gut vorran. Wendepunkte waren ein Holzscheid und eine Kreidemarkierung, die ich nutzte. Ich hatte keine genauen Vorstellungen mehr, wie lang eine Runde ist, doch das Hörbuch „7 Jahre in Tibet“ auf dem Ohr bringt Unterhaltung.

10 Runden = 1820m, yeah mein Kopf fing schon mal an zu rechnen, ich kam für einen Marathon auf irgend was jenseits der 200 Runden…

40 Runden, es läuft wie am Schnürchen. Genieße den Sonnenuntergang.

60 Runden, mir wird langweilig

80 Runden, icb besorge mir ein Langarm Shirt und weiter gehts.

100 Runden, sieht toll aus auf der Uhr. Strecke 18,2km. Hm, das ist ja eher „übersichtlich“.

115 Runden, Halbzeit. Ich schreibe kurz Daniel, jetzt gehts nach Hause.

120 Runden. 121 Runden. 122 Runden. 123 Runden. Ich mache mir Deichkind an. Die Musik pusht.

135 Runden, denke über Gott und die Welt nach. Freue mich darüber das ich gesund bin und so einen Blödsinn machen kann. Denke auch an Maty @urbanyogimaty, die sich gerade mit aller Kraft aus ihrem Dreck zieht und an einen Lauffreund von Thomas @running-podcast, den es bei einem medizinischen Routineeingriff ganz schwer getroffen hat und vermutlich nie wieder der sein wird, der er war. Ich werde demütig und dankbar, das es mir so gut geht.

141 Runden, trällere „… der Mond ist aufgegeangen“, mache den Halogen-Hof-Fluter an und markiere die Wendepunkte mit Knicklichtern.

Irgendwann drücke ich die 200ste Runde und muss mir Evanescence aufs Ohr geben. Es ist doof, es ist dunkel, ich will nicht mehr…

Die nächsten Runden quäle ich mich dadurch, um 02:15 Uhr drücke ich die 231ste Runde. Der Marathon ist im Sack, der erste #SCHLEM Geschichte. Ich bin stolz und glücklich, betreibe Nachsorge, dusche und gehe ins Bett.

Was bleibt:

Erst Stunden später wird mir mir, nicht nur durch die Likes auf Twitter und Strava, klar, was ich für einen Blödsinn da gemacht habe. Viel mehr ist mir aber mal wieder bewusst geworden, das es nicht selbstverständlich ist, was wir hier so treiben. Es muss gar nicht Marathon, Ultra, Super oder Duper sein. Der achtsame und dankbare Umgang mit unserem Leben sollte uns viel mehr wert sein. Es ist in keinster Form  selbstverständlich so fit und gesund zu sein. Wir jammern eigentlich viel zu schnell und zu häufig. Ich eingeschlossen… !

UND: wir sollten viel häufiger einmal sog. sinnloses Zeug machen und an uns glauben. Was hätte mir den passieren können wenn ich in der Einfahrt einen DNF erlebt hätte? Nichts, man hat einfach nur seinen Allerwertesten hoch bekommen und es probiert. 

Ich wünsche Euch ein bisschen Mut zu Euren verückten Projekten, gebt Euch einen Ruck! Und seid dankar. Gesundheit ist ein Geschenk, was wir viel zu wenig würdigen und zu schätzen wissen.

Passt auf Euch auf!

 

In eigener Sache

Wer meint das Leben sei langweilig, darf gerne einige Tag zu mir zu Besuch kommen. Hier ist gerade nichts langweilig:

Menschen trennen sich, Menschen verlieben sich, Menschen öffnen sich, Menschen feiern sich, Menschen sterben, Menschen opfern sich, Menschen erkranken, Menschen trauen sich, Menschen haben Ängste, Menschen leben.

Zu all dem könnte ich jetzt en Detail Stellung beziehen, aber ich denke jeder von euch findet in den oben genannten Situationen sich oder andere wieder.

Dieses ist ein kleiner Appell an das Leben. – In meinem Falle hatte ich mir Mitte Dezember 2016 vorgenommen, meinen Mauern und Schutzwälle einzureißen, mich weniger hinter ihnen zu verstecken, das Leben intensiver zu gestalten und mich ein Stück weit zu öffnen. Der Januar war krass und der Februar folgt ihm auf Schritt und Tritt. Es ist nicht immer rosig, antastbarer zu sein. Ja im Laufe eines Tages durchlebe ich aktuell Gefühlsschwankungen der heftigen Art: von Weinen aus Traurigkeit bis Rührung, von Lachen vor Glück, von Wärme aus Liebe und Dankbarkeit. Ich hoffe diese Achterbahnfahrten relativieren sich im Laufe der Zeit wieder. Es ist rasant…

Ich hätte nie gedacht, das ich mich so zeigen kann, offen(er) über meine Gefühle schreibe und spreche aber es ist einfach ein tolles Gefühl so intensiv zu leben. Und ich fordere Euch auf, Euch auch (wenn auch nur ein kleines Stück) zu öffnen. Niemand muss die tiefsten Ängste und Nöte, jegliche Empfindungen über die social media Kanäle blasen. Die gehören da eh nicht hin. Die gehören endlich mal! real gesagt am Küchentisch, bei einem Kaffee oder auf einer Parkbank in der Sonne.

Wenn Ihr jetzt einen Schritt auf die Menschen zu macht, werdet ihr feststellen, das es dort draußen so viele gibt nur darauf warten das man sich zeigt. Sie kommen hinter ihren Mauern hervor und leuchten und strahlen, eventuell auch nur für einen Augenblick. Das ist dann das Glück was man spürt. Und wenn es nur die dankbare Oma, die gestresste Kassiererin, die Büroreinigungskraft ist… Wenn man den Menschen achtsam begegnet, mit Respekt, nachfragt und lauscht, wenn man sie einfach nur ehrlich anlächelt wird man fantastische Sachen erleben. Nur zu, es gar nicht so schwer!

In diesem Sinne, geht raus und macht die Welt ein klitzeklitzekleines Stückchen besser. Vielleicht steckt ihr damit sogar jemanden an!

Danke für Eure Zeit

 

 

Rodgau, mein Rodgau

Es war also mal wieder so weit. Dieses ominöse Rodgau stand auf dem Plan. Vor einem Jahr habe ich dort meine Ultrapremiere erlebt, bin das Erste Mal überhaupt weiter als die Marathondistanz gelaufen. Der Hammer. Was war ich stolz…

Und diese Jahr? Abermals durch einen Rundkurs quälen? Hallo? Bestimmt nicht. Also schmiedete ich einen grandiosen Plan: Ich beschloss einfach nur Fan vom #Twitterlauftreff zu sein. Anzufeuern, motivieren und vielleicht die letzte Runde mit jemanden gemeinsam zu laufen der sich gerade quält. So der Plan…

Es kam wie eigentlich immer bei meinen Plänen etwas anders. Tage zu vor hatte mich Nina @la_loupina gefragt ob ich mit ihr 3 oder mehr Runden in ihrem noch postoperativen Bummeltempo laufen wolle. Das konnte ich natürlich nicht ausschlagen. Also kamen die Laufsachen doch ins Auto…

Frederic @lexusburn, Thomas @running_podcast und ich trafen uns Freitag Nachmittag und fuhren zuerst zu Freunden, eine 1/2h entfernt von Rodgau, um dort unser Nachtlager aufzuschlagen und dann weiter zur #Twitterlauftreff Pastaparty die Michael @MagicMike2311 wieder dankenswerter Weise organisierte. Zu 25 Leuten, alle bestens gelaunt und Vorfreude auf den Lauftag genossen wir das, was die Speisekarte hergab. Ein toller Abend mit vielen klasse Personen, teilweise unbekannt, doch überwiegend persönlich bekannt war es ein großes Hallo…

Der Morgen begrüßte uns in Frederics Auto mit fröhlichen -8,5 Grad. Au Backe!! das konnte heiter werden. Wir fuhren also los, parkten, ich zog mit meinem extra für diese Veranstaltung gekauften Pavillion los, um ein standesgemäßes Headquarter zu errichten. Frederic und Thomas besorgten mir meine Startnummer. Zwischenzeitlich ergaben sich immer wieder neue Konstellationen mit wem ich den laufen oder gehen könnte. Frederic und ich witzelten, das wir eigentlich 15 Runden benötigen würden, um allen Gerecht zu werden.

Punkt 10:00 Uhr ertönte die Startfanfare und ca. 1000 stark vermummte Ultrabekloppte zogen von dannen. Einer der Letzten war Sven @svnkswttr, der sich einige Tage vor Rodgau so verletzte, das er nicht laufen konnte. Aber doch gehen. So gingen Johannes @werwolftamer, Karo, die Freundin vom @_ Trailtiger, Sven und ich die erste Runde. Er genoss es. Wir genossen es.

Toll!

Nach 2,5km wurden wir von den ersten Führenden überrundet. Unfassbar wie schnell ( wie langsam wir) die waren. Gegen Ende unserer ersten Runde fegte auch Isabell @laufspatz an uns vorbei. Ich hatte mir ihr vorab gesprochen das auch wir eine Runde laufen wollten. Also schmiss ich Jacke und Handschuh davon und ballerte mit Isabell durch Runde 2.

Toll!!

An unserem Headquarter angekommen traf ich weitere laufverrückte Nichtmitläufer tratschte, quatsche und jubelte zu.

Und dann zog Nina @la_loupina, gebeutelt von Ihrer noch fast frischen OP an uns vorbei. Und ich hing mich dran. Deutlich langsamer und entspannter ließen wir uns treiben und redeten über Dinge 😉 Es war eine schöne Runde, hatte ich Nina doch quasi genau vor einem Jahr auf dieser Strecke kennen und schätzen gelernt.

Toll!!!

Ich wartete wieder und traf mich derweil mit Katrin @katitria, die leider Bronchitis geschwächt auch nicht mitlaufen konnte aber ihren Freund Holger @runfirefight auf der Strecke zujubelte. Naja. Als Holger so daher kam, merkte man ihm schon an, dass das heute kein Spaß für ihn war. Also hing ich mich an ihn dran und lief mit ihm seine letzte Runde (30k) und lenkte ein wenig ab. Wir redeten über Männerspielzeuge in allen Größen und Facetten.

Toll!!!!

Ich kehrte abermals ins Headquarter. Und kaum später zogen Bert @trailgrip und Isabell im Schlepptau vorbei. Isabell deutlich unentspannter als in Runde 2, Bert immer noch das blühende Leben. Ich vereinbarte kurzer Hand, ihre letzte Runde mit zu laufen und sie ins Ziel zu begleiten. Was eine Runde später dann passierte war der Kracher: wie konnte Isabell noch so schnell laufen, so fit und brutal zu sich selbst sein und ein Tempo angehen, wo mir das Reden schwer viel. Wir ballerten wie die Wahnsinnigen durch ihre letzte Runde und Isabell war in 04:20:26 im Ziel, was ihr ein Podiumsplatz in ihrer Altersklasse einbrachte. Ihr brachte ihr noch Tee als der Christian @_trailtiger an uns vorbei lief, mit dem ich ja auch eigentlich laufen wollte.

Puh, nicht mehr so toll!!!!

Aber was soll´s, Christian war noch ein paar Sekunden schneller als Isabell unterwegs und an reden war schon lange nicht mehr zu denken. Ich wollte ihm doch Gesellschaft leisten, statt dessen zog er mich fast mehr durch die Runde, Heidewitzka, war das kein Spaß. Aber wir fegten durch die Wälder und wir liefen gemeinsam in sein Ziel. Ganz schön hart.

Puh, nicht mehr toll! Wirklich!!!! Was die für Tempo können. Respekt!

Abermals am Headquarter angekommen passierte Unglaubliches: Nina immer noch unterwegs war in ihrer neunten Runde. Sollte Sie diese Runde wirklich noch vor Zielschluss nach 6 Stunden schaffen, wäre sie weiter in der Wertung und dürfte ihre letzte Runde auch noch laufen. Also hing ich mich an sie und gab mein möglichstes sie davon zu überzeugen, wie herrlich sinnfrei ihr Tun sei und das es eine große Ehre wäre, unter der Cutoff Zeit das Ziel zu erreichen. Wir schwiegen. Gaben uns die Hand. Nina biss und kämpfte. Aber sie schaffte es und kam 15min vor Cut off rein und ihre Familie geleitete sie auf ihre letzte Runde.

Unglaublich Toll!!!!

Ich drückte also meine Uhr, mit dem ganzen Hin und Her kam ich auf 37 glückselige Km. Ich habe heute so viele Menschen glücklich gesehen, Menschen die gekämpft haben, Menschen deren Augen leuchteten. Das wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Und nicht zuletzt die unfassbar gute Zeit von Thomas mit 04h41 (-13Minuten zum letzten Jahr) und Frederics klasse 35 km nach so viel Verletzungspech. Das Ultra Debut von Svens Freudin Elli @lauf_lou unter 6 Stunden, der brutal starke Wille von Nina und der grandiose Podiumsplatz von Isabell.

Man muss nicht Ultra laufen um Ultra glücklich zu sein. Heute war ich es. Ein grandioser Tag! Danke und Chapeau Euch Allen!!!

 

 

Gewagt! Gewonnen!

Heute soll es um ein besonderes Laufabenteuer gehen, in der ich eigentlich nur die Nebenrolle bin. Trotzdem hat mich die ganze Sache so begeistert und gekickt das ich sie hier erzählen möchte.

Ich bin als Schluppenchris der Marke Luna Sandals ja schon irgendwie verbunden und so bekomme ich (vielleicht eher oder besonders) mit, wenn sich etwas Tolles um diese Sandalen entwickelt. So geschehen in den letzten Tagen:

Es gäbe da einen Typen, der sich als Ziel gesetzt hat, vom Nordkap bis nach Gibraltar in Schluppen zu laufen. Und dieser Kerl würde in geraumer Zeit deutschen Boden betreten, nachdem er durch Schweden und Dänemark gelaufen wäre. Bitte was???? Krank. Aber auch irgendwie interessant.

So habe ich mich ein wenig informiert und konnte via Live Tracking System immer wieder online verfolgen, wo sich dieser Aleks, so sein Name, gerade befände.

Es formierte sich schnell eine deutsche hilfsbereite Gruppe, die online versucht(e) Aleks den Weg durch Deutschland ein wenig einfacher zu machen. Als dann klar war, das seine Rute quasi meine Heimatregion kreuzte, war ich noch mehr Feuer und Flamme, ihn irgendwie zu supporten. Aleks´ „hochwissenschaftliche“ einseitige handgeschriebene Dissertation besagte, an welchen Tag er (wohlmöglich) bei mir sein würde.

So nahm ich dann via Twitter mit ihm Kontakt auf und bot an, ihn in der Nacht vom 01.12. 16 auf 02.12.16 bei mir übernachten zu lassen. Das war vorab häuslich besprochen und für gut befunden worden.

Ich traf mich also mit Hilfe des Trackers am 01.12. abends um 19.00 Uhr in einem örtlichen Schnellimbiss mit einem Typen, von dem ich nur seinen Namen kannte. Dort saß in einer Ecke Aleks Kashefi, Strom für sein Handy abzapfend und wartend.

Wir begrüßten uns kurz und etwas distanziert, luden sein Transportgefährt (einen dreirädrigen Kinderwagen in mein Auto) und fuhren los zu mir nach Hause. Schon unterwegs war das Eis gebrochen. Auf der etwa 30 minütigen Fahrt, scherzten und lachten wir und ich versuchte mit meinem Schulenglisch alles zu geben. Laufen und Bier sind Themen die Männer zusammen bringen.

Aleks erzählte mir, das er einen iranischen Vater und eine polnische Mutter habe und in England geboren sei, 37 Jahre jung unverheiratet und kinderlos. In seinem Kinderwagen seien Schlafsack, Isomatte, Zelt, Lebensmittel, Wechselzeug usw. Wir beschnupperten uns wortwörtlich. Wer jeden Tag an die 40km läuft und nicht das Glück hat irgendwo unterzukommen, schläft in seinen muffeligen Laufsportsachen in einem Zelt im Wald, riecht nicht unbedingt wie der frische Morgentau und war schon länger nicht mehr Besucher einer Dusche. Kein Problem. Dann ist das so.

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Zu Hause angekommen, nahm Aleks erstmal eine warme Dusche und genoss in vollen Zügen, den Rotz der Straße von sich abzuspülen. Dann saßen meine Frau, Aleks und ich lange Zeit in der Küche und hatten unseren Spaß. Er erzählte von seinem Interview mit einem lokalen Radiosender am Vormittag und man merkte, wie unwohl er sich in dieser Rolle fühlen musste. Wir aber witzelten herum, lachten und ließen ihn die Kicktipp Fußballtipps für das folgende Wochenende tippen. Ohne das er jemals auch nur von „What is it? Offeneim?“ oder Mönchenglädbäck gehört hatte. Bayern München war im ein Begriff, von „Läibsig“ hatte er noch nicht gehört.

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Mir vielen seine wirklich schönen Tattoos am Unterarm auf und Aleks erläuterte, das die zackelige Linie seine erste Durchquerung durch England von Süd nach Nord gewesen sei. Die einzelnen größeren Kreise auf der Linie waren besondere Erlebnisse die er durchlebt hatte. Crazy!

Uns überkam irgendwann die Müdigkeit und so gingen wir alle zu Bett. Wir hatten Aleks eine Gästematratze im Wohnzimmer aufgebaut.

Am nächsten Morgen frühstückten Aleks und ich gemeinsam german dark bread und er bemerkte that it´s looks a bit like „Pompanickel“. Großartig! Unsere gute Laune vom Vorabend war immer noch da und wir hatten unseren Spaß. Ich packte ihm noch selbstgebackene Kekse sein, die, wie er mich Stunden später wissen ließ, samt Kaffee in seinem Bauch verschwunden waren.

Wir fuhren wieder zu seiner Ausgangsposition, luden sein „Kindawahgen“ aus, lachten und umarmten uns zum Abschied und ich wünschte ihm alles Glück!

Und die Moral von der Geschicht´? Manchmal muss man mal etwas wagen, etwas tun, was vielleicht ungewöhnlich erscheinen mag. Es kann in die Hose gehen und man verwünscht seine Idee. In diesem Falle hat ein mir unbekannter Mensch so viel Wärme und Freundlichkeit, Höflichkeit und Witz und Spaß in mein Leben gebracht, das ich noch lange an diesen Typen zurück denken werde. Gewagt! Gewonnen!

Thank a million Aleks, it was a pleasure to meet someone like you! And now i knew some tricks for positive thinking. Even when it is just raining…

Aleks blogpage for following or support

aleks1

 

Aus! Aus! Aus! Der ZUT ist aus!!

Sich im Kopf von etwas zu lösen ist meist leichter als es zu verkünden. Und so sitze ich jetzt doch hier mit einem Kloß im Hals und versuche zu schreiben bzw. zu verarbeiten was eben noch so klar schien.

Am 24.04. habe ich erfolgreich meinen dritten Hermannslauf bestritten, mir allerdings bei km 20 von 31 den linken Fuß lädiert. Umkehren ging nicht, Aussteigen auch nicht. Also bin ich irgendwie ins Ziel geeiert und deprimiert mit Finishermedaille um den Hals Richtung Auto gehumpelt. Was genau der Auslöser war, kann ich im Nachhinein nicht sagen. Fakt ist nur der Hermann hat keine Schuld. Den werde wieder laufen. Ich glaube eher, das ich mir 4 Tage zuvor beim Treppentraining im lokalen Stadion eine Reizung unter dem linken Fuß an einer Sehne zugezogen habe und diese dann mit Voltaren im Zuge froher Wettkampfstimmung weggelächelt habe. Das ist also die Quittung!

Seit dem sind drei Wochen vergangen.

In der ersten Woche habe ich mich mit Dr. Google versucht, allerhand Homöopathisches genommen, Eisflaschen gerollt, Igelbälle gequält und meine Frau mit dem herum liegenden Krempel in den Wahnsinn getrieben.

In der zweiten Woche habe ich mich mit Prof. Google versucht, allerhand Chemisches genommen, Eisflaschen gerollt, mir eine Massagekiste mit Schotter gebaut und meine Frau mit den herum liegenden Steinchen in den Wahnsinn getrieben. Am Donnerstag dann der Einbruch. Es war der tiefste und schwärzeste Tag. Der physische Schmerz hatte sich tief in meinen Kopf eingenistet, die Gewaltherrschaft übernommen und mich zu einem mentalen Wrack werden lassen. Ja, ich würde sterben…

Zu Beginn der dritten Woche ließ Gevatter Tod weiter auf sich warten und ich so beschritt neue Wege. Ich grübelte. War es nicht dieser glücklich machende und friedliche Zustand im Kopf weswegen ich lief? Warum ich mich der Gewerkschaft #twitterlauftreff angeschlossen hatte und für eine bessere Welt kämpfte? Ich musste also beim Glücklich werden ansetzen und fand mich einen Morgen auf meiner Jogamatte wieder, aufrecht sitzend und konzentrierte mich auf meinen Atmen. Einmal-  zweimal-  dreimal. Dann nervte dieses bebend laute Tick Tack der Küchenuhr meine Sitzung. Ich war schon drauf und dran dieses Ding ruhig zu stellen. Aber Ich probierte weiter die Kunst des Nicht Denkens weiter. Manchmal erschruck ich weil ich dachte, das ich gerade nicht gedacht hätte. Ein holpriger Weg. Fast ein geistiger Traillauf. Nicht vom Weg abkommen, fokussiert sein auf das geistige Ziel die Entspannung zu finden. Nicht leicht für einen der  sich nicht immer so unter Kontrolle hat wie Bundeskanzlerin.

Mittlerweile habe ich die Muße gefunden, mich morgens eine halbe Stunde auf meine Matte zu setzen und mich auf meine Atmung zu konzentrieren. Mal schweife ich ab, mal denke ich über den Tag nach oder auch übers Laufen. Ich habe sogar probiert mich von außen zu beobachten. Sehr spannend…

Bei dieser ganzen „Nicht Denkerei“ bin ich zur Einsicht gekommen meinen Zugspitz Ultra Trail ZUT über 39km DIESES JAHR sausen zu lassen. Ich löste mich von dem Gedanken und es fühlte sich irgendwie sogar gut an. Es nützt keinem und schon gar nicht mir halb fit den ZUT zu versuchen mich ggf. wieder oder noch mehr zu ruinieren. Mein Mantra in dieser Zeit kommt von meinem lieben TRRCRW Crewfreund Thomas der @lennetaler: „Geduld ist der schärfste Zahn des Tigers.“ Da ist leider etwas wahres dran!

So gibt es ein paar Sachen über die ich mir auf meiner Matte im Klaren geworden bin:

  • ich bin doch noch jung, laufe ich das Ding halt das nächste Jahr
  • ich kann geduldig, was ich nie von mir gedacht hätte
  • ich kann tatsächlich eine 1/2 Std auf einer Matte hocken und entspannen
  • ein DNS ist das bessere DNF
  • ein DNS nimmt mächtig viel negativen Druck aus dem Rekonvaleszenzkessel
Ob ich diese Art der Entspannung weiter verfolge, wohlmöglich sogar vertiefe und etwas als einen Teil der zu mir oder zu meinem Tagesablauf dazu gehört weiß ich nicht. Was ich aber weiß ist die Tatsache, das mir mein ruinierter Fuß etwas Neues positives gebracht hat: 30Minuten morgendlicher Frieden auf meiner Matte. Und das ist doch nicht zu unterschätzen.
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P.S.
Wenn ich dieses Esoterikgequatsche einmal ausschalte, tut es mir echt! Leid um dieses Abenteuer. Katrin @katitria und Stephan @Rennmps, ich hätte Euch soo gerne endlich persönlich kennengelernt. Ich hätte die Berge wieder gesehen und hätte eine klasse Zeit gehabt. Wäre stolz wie Bolle nach Hause gekommen und meine Medaille wahrscheinlich eine Woche getragen. Aber et is wie et is…
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Und da ist er wieder der Kloß im Hals….

Hommage an Euch

Noch vor 3 Jahren war ich ein einsamer Werwolf, ein lonesome Cowboy. Ein einsamer Krieger in dieser läuferischen Welt. Mein damaliger einziger Laufkumpel hatte sich in einer alkoholseligen Nacht dermaßen auf die Schulter fallen lassen, das Laufen plötzlich nicht mehr in seinem Mittelpunkt stand. Also war ich allein. So manchen Wettkampf hatte ich angegangen, doch wusste ich nicht ob der Möglichkeiten, die das (Lauf-) Leben wirklich bunter machen könnte.

Doch dann habe ich von dieser verbotenen Twitterfrucht genascht. Erste sinnleere Tweets in die Welt gesendet und mich dem Sog der Twitterdroge hingegeben. Was solls… Mehr und mehr fand ich Follower die augenscheinlich auch gerne die Laufschuhe schnüren und sich über dieses Medium austauschen. Nicht nur Laufen stand und steht im Mittelpunkt. Tagtägliche Dabatten über Gesundheit, Technik und Lebensfreude finden sich dort. Ich wurde nach und nach Teil dieses Twitterlauftreffs, bei seinen Jüngern und Vertrauten eingeführt und aufgenommen, etablierte und platzierte Meinungen, war dankbar für jeden Tipp.

Heute bin ich Mitglied in der geilsten Laufcrew, der TwittRunnerRuhr TRRCRW, habe bei Twitter viele Gleichgesinnte und noch viel Wahnsinnigere in der Timeline,  freue mich über die ganzen Verrückten dort. Zwischen Bildern von Böden diverser Wartezimmer und Läufen über ganze Inseln bin ich wortwörtlich gelandet. Aber eines der besonderen Merkmale dieser Menschen ist der Respekt vor der erbrachten Leistung des anderen und sich selbst. JedeR feiert JedeN, alle freuen sich wenn die persönliche Bestleistung verbessert wird, Schmerz und Leid wird geteilt, Ratschläge und Tipps getauscht. KeineR wird auch nur ein bisschen abfällig behandelt. Eine wunderbare Interessensgemeinschaft.

Aus wagen Bekanntschaften über 140 Zeichen, bin ich bei so manchem hinaus. Freue mich wirklich die Menschen hinter den Nicknames persönlich kennen zu lernen oder zu kennen. Bei einigen ist man dicker, bei anderen nicht. So what… Aber alle teilen diese sportliche Leidenschaft, die Jagd nach PBs und Medaillen, den Kick etwas neues zu erleben.

Natürlich können diese Menschen nicht Beziehungen zu Freunden und Familien ersetzen, können nicht wirklich auffangen wenn man fällt. Und doch kann man seinen persönlichen Frust hinaus in die Welt blasen, man bekommt Zustimmung oder halt nicht. Professionelle Therapie geht nicht in 140 Zeichen.

Und eines verrate ich noch:  Vor dieser Zeit wäre ich wohl deutlich schwerer im Stande gewesen, mir quasi unbekannte Menschen zu herzen, umarmend zu begrüßen oder Glück zu wünschen. Mich mit Ihnen wirklich zu freuen oder mich mit ihnen zu ärgern. Ich habe mich wohl ein Stück weit geöffnet. Und es tat gar nicht weh…

Ach Ihr Twitterer, ihr seit mir ans Herz gewachsen. Gerne laufe ich noch den einen oder anderen Wettkampf mit Euch, mache #allebekloppt -heiten mit und freue mich schon auf ein Wiedersehen. Real oder elektronisch!!!

Das musste einfach mal gesagt werden 🙂

Die Sache mit der Uhr

Ja, ich hatte es angekündigt: sollte der Berlin Marathon 2015 halbwegs zu meiner Zufriedenheit ablaufen, würde ich meine Pulsuhr an den Nagel hängen und (wieder) nach gesundem Menschenverstand laufen. GESUNDER MENSCHE … WAS?

Genau! Gesunder Menschenverstand, Intuition, Bauchgefühl, what ever! Den Versuch wagen einfach zu laufen. Auf das Herz und das Gefühl zu hören!

Der BM15 fand ja bekanntlich ohne mich statt und so bleibt die Frage, die ich mir seit meinem Verletzungspech am 17. Sep. 2015 stelle: Wie geht es nun weiter, wie ist der Plan, mit Uhr, ohne Uhr?

Auf diese Frage hatte ich bis dato keine wirklich Antwort gefunden, bin hin- und hergerissen von neuer Freiheit und technologisierter Abgeschnittenheit. Schon der Gedanke daran, wie ich es meinen aktuell vier Analyzesoftwares (Jogmap, Runalyze, TomTom MySports und Vicsystem) mitteilen soll, (ein fröhliches „Gut, das Sie mal wieder etwas für sich getan haben!“ oder der sachlich bürokratische Trendchart) das ich wohlmöglich ohne sie laufen gehen werde. Mir graut es. Traurige Programmieraugen werden mich anscheuen und mich via Email kontaktieren: “ Wir vermissen Sie Schluppenchris – 10€ für Sie!“

Getreu meinem blogschen Motto „von der Kunst es anders zu machen“ sollte ich den Schritt wagen. Was habe ich zu denn verlieren? Wo soll die Reise hingehen? Werde ich vielleicht sogar besser ohne Uhr, entspannter, lockerer (longjogs without a limit)?

Einen ganz intensiven Impuls diese Frage aufs Neue anzugehen gibt mir mein zuletzt gelesendes Buch „42195“ von Matthias Politycki (s. a. Bücherregal) in seinem Kapitel KM17. Der Autor zeigt mit dem Finger auf die Situation, mit der ich mich beschäftige: Trainingspläne legen sich wie ein Korsett um den Alltag des Läufers. Immer neue Pulsuhren, mit jüngst integrierten Activity Trackern, geißeln und kontrollieren immerwährend die Lebenszyklen. Jeder Uhrenhersteller programmiert eine angeblich global gültige strengst geheime Weltformel in seine jeweiligen Topmodelle um zu sagen, was das Beste für den Läufer ist. Krass!!! Selbst wenn nicht trainiert wird, wird überwacht, sollen Tage oder Stunden bis zur nächsten harten Einheit ausharrt werden. Polityckis entscheidener Punkt: … ohne das die Uhr auch nur ansatzweise etwas von Bodenbeschaffenheiten, Klima oder Gemütszustand weiß!

Ja, auch ich bin technikaffin. Auch nur ein Mann. Liebe Statistiken und Auswertungen, Rankings, Km Spielereien. Doch letztendlich stellt sich doch die Frage: Was soll das Ganze? War es nicht wundervoll einfach zu laufen? Schuhe (Verzeihung: Schluppen) an und los? Führt doch das Nicht Einhalten der Trainingsvorgabe doch gleich zu schlechter Laune, beginnt das innere Machtspiel es beim nächsten Mal besser zu machen. Um.. Ja, um was genau??? Sich besser zu fühlen? Anerkennung von der Laufclique zu bekommen? Sternchen in der Social Media Welt einzuheimsen?

Sucht nicht jeder von uns im tiefsten Inneren den Frieden, den Punkt und das Zentrum der Ruhe, der Ausgeglichenheit, quasi das läuferische Nirvana? Der einzige Mensch mit dem ich mich messen muss, messen sollte, bin ich selbst. Alles andere hat doch zu viele Faktoren, die jenseits dessen sind, objektive Vergleiche anzustellen. Und das wird wohl auch so bleiben, da ich aktuell nicht im WM Kader aufgeführt bin und mich messen muss.

Genau in diesem Punkt bin ich mir jetzt im Klaren, sozusagen im Reinen darüber, das ich mich lösen sollte von den/m ewigen Drücken einer Pulsuhr. Ich lasse mein Herz und mein Bauch entscheiden, was gut für mich ist. Dieses abtrainierte Gefühl werde ich jetzt wieder häufiger in meinen Laufplan einfließen lassen. Meine Gefühlsmuskel mobilisieren und trainieren. Auch das wird dauern. Wie jeder Muskel. Und einfach laufen gehen. So wie es früher war. „JUST RUN„.

 


Epilog: Minuten nach Herunterschreiben fühle ich mich befreit. Die Antwort auf die Frage, wie es nun weiter geht, scheint beantwortet. Zufrieden warte ich jetzt auf einen Rückfall. Der wird kommen. Bestimmt. Hoffentlich habe ich dann diesen Text präsent!

Ein Gedankenspiel

Eine Woche vor Berlin kann man sich auch mal seine Gedanken über dieses unglaubliche Mega-Event machen. Es werden 39.999 LäuferInnen (ich bin ja nicht dabei) aus aller Herren Länder in Berlin an den Start gehen um ihr sportliches Glück in Form der Finishermedaille im Zielbereich zu suchen und zu finden. Das klingt einfach fantastisch…

Und doch: je nach Wetterlage werden viele, die sich durch Berlin gequält haben, danach angeschlagen sein. Man nennt es auf Neudeutsch auch „Open Window Effect“. Das Immunsystem ist in den ersten 24 Stunden extrem anfällig gegen jegliche Störungen von außen und Viren und Bakterien haben ein Leichtes den geschundenen Körper in Mitleidenschaft zu ziehen. Das ist beim Karneval nicht anders. Der körpereigene Schutz ist durch den Alkoholexzess so ruiniert, das eine Erkältung gerne Einzug hält. Ich sage einfach mal:

Es bleiben 27.865 LäuferInnen über.

Geschätzt gut 20% der TeilnehmerInnen werden mit irgendwelchen Blessuren über die Berliner Zielliene laufen, humpeln, sogar eiern, die vorher so nicht einkalkuliert waren. Blasen wegen falscher Socken- oder Schuhwahl, vergessene Pflaster oder Vaseline Packungen an empfindlichen Stellen sind die kleinsten Übel. Krämpfe in den Beinen durch Dehydration oder Überanspruchung. Rebellierende Mägen durch das falsche Gel…

Es bleiben also 22.316 LäuferInnen über.

Schaue ich mir die Ergebnisliste des Jahres 2014 an, war ein gewisser Herr Dennis Kimetto aus Kenia der Erstplatzierte, der letzte Finisher Toni Emanuek Kjael aus Dänemark auf Platz 28.946. Es haben somit von 40.000 TeilnehmerInnen 11.054 SportlerInnen das Ziel aus welchen Gründen auch immer nicht erreicht.

Es bleiben also 11.262 LäuferInnen über.

Ein Teil des Feldes ist nur des Geldes wegen nach Berlin gekommen. WeltklasseläuferInnen, Pacemaker und Überatlethen wurden eingesetzt um Berlin im rechten, besser richtigem, Licht hinaus in die Welt strahlen zu lassen und durch sie zu sagen zu wollen: Ihr Völker der Welt! schaut auf diese Stadt! Uns ist eine neue Fabelzeit geboren und wir haben es wieder einmal geschafft. Denn dieses edle Grüppchen mit den Genen von Anthilopen und Gazellen gekreuzt, muss wohl auch abgezogen werden da ihr Herz zwar für den Langstreckenlauf aber noch ein bisschen mehr für das Geld schlägt. Es ist einfach ihr Job. Vermutlich würden die Kenianer auch bei den Bertlicher Straßenläufen im beschaulichen Herten zur selben Zeit teilnehmen, hätte der SUS Bertlich 1945 e.V. die finanziellen Mittel zur Verfügung. Was wäre das für eine Schlagzeile: „Kimetto läuft in Herten Weltrekord!“

So bleiben also 11.202 LäuferInnen über.

11.202 LäuferInnen die aus dem internationalen Mega-Event eine lokale Großveranstaltung machen.

Und mit lokalen Großveranstaltungen kann ich gut leben. Wenn ich den Berlin Marathon 2015 mit einem Marathon wie Köln, Münster oder Hannover vergleiche, verblasst auch irgendwie der Glanz um dieses Spektakel. Lass sie doch laufen die Kenianer und Äthiopier, sollen sie doch Geld für Ihre Familien verdienen, das tun wir doch auch Montags bis Samstags, Woche für Woche. Wir sind auch immer wieder Weltklasse, nur keiner bekommt es mit. Die allein erziehende Mutter mit 2 oder 3 Kindern, der Nachbar der sich mit einer chronischen Krankheit durch sein Leben kämpft…

Aber ich schweife ab. Soll es doch kein Appell gegen dieses Mega-Event sein. Ganz und gar nicht. Ich muss es mir und meiner Wade dieser Tage nur so einfach wie möglich machen. Es hat nicht sollen sein. Ende! Und ich komme um diesen Open Window Effect herum. Aber Herzschmerz ist schon da.  Nenne ich es doch Open heart effect. Verheilt spätestens 2016 in Berlin. Bei dem internationalen Mega-Event. Ich freu mich schon…

Wie alles begann…

Ich sehe diesen Blog aktuell als Multi Therapieversuch mich einerseits abzulenken, aber auch den Umgang mit diesem Medium kennen zu lernen. Anfängerfehler bitte ich zu entschuldigen.

Ich sitze also auf meinen Sofa und blogge das erste Mal über die letzten erlebten Tage:

Für alle die es nicht mitbekommen haben soll erwähnt werden, das ich im Oktober 2014 an der Startplatzverlosung für den Berlin Marathon am 27.09.2015 teilgenommen und und einen der begehrten Plätze ergattert hatte. Daraufhin wurde schnell ein preiswertes Hotel im Start – Zielbereich gefunden (nein, nicht das Adlon) und ein Zimmer reserviert um den Stress am Starttag möglichst gering zu halten.

Mitte Mai 2015 bin ich angefangen, mich mittels Online Trainingssystem auf das WK Highlight hinzuarbeiten und habe durch unterschiedliche Trainingsreize meine ultimative Wettkampfform gefunden. In den letzten Tagen war ich mir sogar sicher mein Ziel Sub 3h 39min deutlich zu unterbieten und an einer für mich unfassbar schnellen Zeit von 3h 34min zu kratzen. Alle Zeichen standen auf Grün.

Donnerstag, 17.09.2015 17Uhr 30 – Während der Aufbauarbeiten einer lokalen Fachmesse fängt es an zu regnen. Ich schwinge mich aus dem Messegebäude zu meinem Wagen um noch etwas zu besorgen. Wie jedeR von uns das schon 1000x gemacht hat. haste ich schnellen Schrittes ca. 50m zum Auto, als es auf halber Strecke in meiner linken Wade ein Knall oder Überspringen gibt und mir sofort Schmerzen in die Wade schießen. Diese Kombination ist mir vollkommen neu und mir ist sofort bewusst, das hier etwas „kaputt“ gegangen ist. Gehen ist nicht mehr wirklich möglich. Frustiert, wütend auf wen und was auch immer, fahre ich nach Hause und verabschiede mental das erste Mal von meinem Traum Berlin Marathon.

Freitag, 18.09.2015 08Uhr 30 – ich komme aus der orthopädischen Praxis und habe das Ergebnis der Untersuchung: Muskelfaserriss im M. gastrocnemius, in einem der beiden großen Wadenmuskel. Ausheilzeit 4-6 Wochen. Mit einem Kommentar: “ Sie laufen Marathon, aber nicht diesen. Schönes Wochenende!“ wurde ich entlassen und sitze jetzt wie ein Häufchen Elend in meinem Auto. Meine Sicht verwässert… Ich verabschiede mich endgültig von meinem Traum.

Dank des unglaublichen Zuspruchs meiner Frau, meiner lokalen Laufcrew, der TRRCRW, (s. rechts der Followerbutton) und vielen Twitterkontakten versuche ich mich zu fangen und werde aufgefangen. Der Lauf ist gelaufen. Ich erhalte super viel Mitleid und Genesungswünsche muss aber letztlich selbst mit dieser „A-Karte“ klarkommen.

Einer der Tipps war ich solle Bloggen, das würde ablenken und man könnte seinen Frust herunter schreiben.

Samstag, 19.09.2015 11Uhr 10 – der Schluppenchris Blog ist geboren und ich schreibe…