In eigener Sache

Wer meint das Leben sei langweilig, darf gerne einige Tag zu mir zu Besuch kommen. Hier ist gerade nichts langweilig:

Menschen trennen sich, Menschen verlieben sich, Menschen öffnen sich, Menschen feiern sich, Menschen sterben, Menschen opfern sich, Menschen erkranken, Menschen trauen sich, Menschen haben Ängste, Menschen leben.

Zu all dem könnte ich jetzt en Detail Stellung beziehen, aber ich denke jeder von euch findet in den oben genannten Situationen sich oder andere wieder.

Dieses ist ein kleiner Appell an das Leben. – In meinem Falle hatte ich mir Mitte Dezember 2016 vorgenommen, meinen Mauern und Schutzwälle einzureißen, mich weniger hinter ihnen zu verstecken, das Leben intensiver zu gestalten und mich ein Stück weit zu öffnen. Der Januar war krass und der Februar folgt ihm auf Schritt und Tritt. Es ist nicht immer rosig, antastbarer zu sein. Ja im Laufe eines Tages durchlebe ich aktuell Gefühlsschwankungen der heftigen Art: von Weinen aus Traurigkeit bis Rührung, von Lachen vor Glück, von Wärme aus Liebe und Dankbarkeit. Ich hoffe diese Achterbahnfahrten relativieren sich im Laufe der Zeit wieder. Es ist rasant…

Ich hätte nie gedacht, das ich mich so zeigen kann, offen(er) über meine Gefühle schreibe und spreche aber es ist einfach ein tolles Gefühl so intensiv zu leben. Und ich fordere Euch auf, Euch auch (wenn auch nur ein kleines Stück) zu öffnen. Niemand muss die tiefsten Ängste und Nöte, jegliche Empfindungen über die social media Kanäle blasen. Die gehören da eh nicht hin. Die gehören endlich mal! real gesagt am Küchentisch, bei einem Kaffee oder auf einer Parkbank in der Sonne.

Wenn Ihr jetzt einen Schritt auf die Menschen zu macht, werdet ihr feststellen, das es dort draußen so viele gibt nur darauf warten das man sich zeigt. Sie kommen hinter ihren Mauern hervor und leuchten und strahlen, eventuell auch nur für einen Augenblick. Das ist dann das Glück was man spürt. Und wenn es nur die dankbare Oma, die gestresste Kassiererin, die Büroreinigungskraft ist… Wenn man den Menschen achtsam begegnet, mit Respekt, nachfragt und lauscht, wenn man sie einfach nur ehrlich anlächelt wird man fantastische Sachen erleben. Nur zu, es gar nicht so schwer!

In diesem Sinne, geht raus und macht die Welt ein klitzeklitzekleines Stückchen besser. Vielleicht steckt ihr damit sogar jemanden an!

Danke für Eure Zeit

 

 

Ein Kommentar zu “In eigener Sache

  1. Ein schönes Plädoyer.
    Ich hatte bei Dir allerdings nie das Gefühl, dass Du dich hinter Mauern versteckst.
    Mir bist Du schon immer als ein offener, freundlicher und stets gutgelaunter Mensch erschienen.

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