Wie alles begann…

Ich sehe diesen Blog aktuell als Multi Therapieversuch mich einerseits abzulenken, aber auch den Umgang mit diesem Medium kennen zu lernen. Anfängerfehler bitte ich zu entschuldigen.

Ich sitze also auf meinen Sofa und blogge das erste Mal über die letzten erlebten Tage:

Für alle die es nicht mitbekommen haben soll erwähnt werden, das ich im Oktober 2014 an der Startplatzverlosung für den Berlin Marathon am 27.09.2015 teilgenommen und und einen der begehrten Plätze ergattert hatte. Daraufhin wurde schnell ein preiswertes Hotel im Start – Zielbereich gefunden (nein, nicht das Adlon) und ein Zimmer reserviert um den Stress am Starttag möglichst gering zu halten.

Mitte Mai 2015 bin ich angefangen, mich mittels Online Trainingssystem auf das WK Highlight hinzuarbeiten und habe durch unterschiedliche Trainingsreize meine ultimative Wettkampfform gefunden. In den letzten Tagen war ich mir sogar sicher mein Ziel Sub 3h 39min deutlich zu unterbieten und an einer für mich unfassbar schnellen Zeit von 3h 34min zu kratzen. Alle Zeichen standen auf Grün.

Donnerstag, 17.09.2015 17Uhr 30 – Während der Aufbauarbeiten einer lokalen Fachmesse fängt es an zu regnen. Ich schwinge mich aus dem Messegebäude zu meinem Wagen um noch etwas zu besorgen. Wie jedeR von uns das schon 1000x gemacht hat. haste ich schnellen Schrittes ca. 50m zum Auto, als es auf halber Strecke in meiner linken Wade ein Knall oder Überspringen gibt und mir sofort Schmerzen in die Wade schießen. Diese Kombination ist mir vollkommen neu und mir ist sofort bewusst, das hier etwas „kaputt“ gegangen ist. Gehen ist nicht mehr wirklich möglich. Frustiert, wütend auf wen und was auch immer, fahre ich nach Hause und verabschiede mental das erste Mal von meinem Traum Berlin Marathon.

Freitag, 18.09.2015 08Uhr 30 – ich komme aus der orthopädischen Praxis und habe das Ergebnis der Untersuchung: Muskelfaserriss im M. gastrocnemius, in einem der beiden großen Wadenmuskel. Ausheilzeit 4-6 Wochen. Mit einem Kommentar: “ Sie laufen Marathon, aber nicht diesen. Schönes Wochenende!“ wurde ich entlassen und sitze jetzt wie ein Häufchen Elend in meinem Auto. Meine Sicht verwässert… Ich verabschiede mich endgültig von meinem Traum.

Dank des unglaublichen Zuspruchs meiner Frau, meiner lokalen Laufcrew, der TRRCRW, (s. rechts der Followerbutton) und vielen Twitterkontakten versuche ich mich zu fangen und werde aufgefangen. Der Lauf ist gelaufen. Ich erhalte super viel Mitleid und Genesungswünsche muss aber letztlich selbst mit dieser „A-Karte“ klarkommen.

Einer der Tipps war ich solle Bloggen, das würde ablenken und man könnte seinen Frust herunter schreiben.

Samstag, 19.09.2015 11Uhr 10 – der Schluppenchris Blog ist geboren und ich schreibe…